GESCHICHTLICHES:

 


Zum Ersten Mal namentlich erwähnt wurde das Kirschenwäldchen am 3. Juli 1828 in einer Tanzbelustigungsanzeige des Wetzlarer Anzeigers. Inseriert von Johannes Lich, einem Nauborner Bürger, der sich um 1800 hier ansiedelte, um Erz zu schürfen.

Bald schon kamen aber diese Erzvorkommen zum erliegen.
Eine Interessengemeinschaft hatte um 1803 in geringer Bodentiefe Alaunschiefer entdeckt. Aber auch dieses Unternehmen brachte nicht die gewünschte Rendite, bis es dann 1818 eingestellt wurde.

Johannnes Lich hatte mittlerweile in seine Behausung eine kleine Gastwirtschaft eingerichtet, die von Berg-, Fuhrleuten und Waldarbeitern angenommen wurde. ( Später Gastwirtschaft "Otto" ). Auch viele Spaziergänger aus Stadt und Land fanden dich zu einer Ruhepause hier ein. Der Ackerboden war eher ungünstig, aber Johannes Lich dachte an die Zukunft und pflanzte in großer Zahl Kirschbäume an.

Laufend erschienen nun Anzeigen, in denen er für Kaffee und Kuchen, sowie für frische Kirschen am Baum warb. Dem ersten Siedler folgen bald andere. So entstehen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch drei Bauernhäuser. die Besitzer erweiterteten die Kirschbaumanlagen, die in guten Jahren reiche Ernte brachten. Eine zweite Gastwirtschaft öffnete ihre Pforten. ( Café "Laudt" ).

Unter schattigen Bäumen finden die Gäste erholsame Ruhe. Die alljährliche Kirschenkirmes wird zum Volksfest am Stoppelberg. Nach dem 2. Weltkrieg begannen naturliebende Stadtbürger und Geschäftsleute mit der Errichtung von Wochenendhäusern.

Im Laufe der Zeit haben sich zwei Siedlungsgebiete entwickelt: Das erste, alte (Ur-) Kirschenwäldchen ( Wohnhäuser, Gastwirtschaften ) und das Wochenendgebiet mit seinen Bungalows.